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Beschreibung : Alles war nur ein Traum! Aber einer, der ihr gut gefällt! Von Meister Zoltan lässt sie sich nackt an einen Opferaltar ketten. Nichts Grausames, Schmerzhaftes passiert mit ihr. Nur schöne Gefühle bleiben zurück. Ein Traum halt...

Verführung in den Katakomben

Ruhig, fast wie geschmolzenes Blei lag die nächtliche Themse vor Lady Katrin. Hinter ihr war noch leise der Hufschlag ihrer Kutsche zu hören, doch auch diesen verschluckte der allumfassende, dichte Nebel bald. Unbehagen keimte in ihr, als sich bleierne Stille um sie ausbreitete. Sie versuchte ein paar unsichere Schritte auf dem steinigen Ufer des Flusses, gab es aber schon bald wieder auf. Ihr Atem zog vor Aufregung und leise prickelnder Furcht an. Doch in ihrer Brust, unter dem dunkelblauen Samttuch, unter den angenehm eng geschnürten Fischbeinstäben ihrer Korsage keimte ein neues Gefühl. Das Gefühl, ein Tabu zu brechen.

Das Kribbeln und Ziehen in der Magengrube, wenn man den wundervollen Eindruck hat, nicht genügend Luft zu bekommen, weil der Brustkorb von lüsternen Gedanken eingeschnürt ist. Das Gefühl verbotenen, dunklen Freuden zu frönen. Sie bückte sich etwas vor, weil sie meinte Fackelschein unter der nahen Brücke zu sehen. "Meister? Meister Zoltan?" rief sie zweifelnd und ihre Stimme war unsicherer als gedacht. "Ich habe ihren Brief bekommen und bin nach ihren Anweisungen hierher gekommen... Meister? Sind sie da?"

"Ja! Hier bin ich!" Die dunkle, geheimnisumwitterte Stimme erschreckte Lady Katrin fast zu Tode. Der Mann in elegantes Schwarz gekleidet stand wie aus dem Erdboden gewachsen keine fünf Meter von ihr entfernt. Ein dünner, pechschwarzer Bart umrahmte den Mund in einem scharf gezeichnetem, fast indischen Gesicht. "Komm, meine Schülerin!" forderte er sie auf und ging dann auf die Brücke zu.

Als er die erwartungsvolle Lady passierte viel ihr eine weiße Strähne in seinen glatten, makellos schwarzen Haaren auf. Aber noch mehr fiel ihr die silberne Kette um seinen Hals ins Auge, die in einem Pentagrammanhänger endete. Sie beeilte sich ihm zu folgen, auf ihren Schnürstiefeln mit den hohen Absätzen. Ungeduldige Erwartung und tiefe Furcht vibrierten in ihr und fochten einen schrecklichen Kampf miteinander. Was vermochte dieser Mann? Konnte ihr das Tor zu den finsteren Freuden öffnen?

Die Brücke war ein uraltes, steinernes Ding, dass sich ganz aus Sandstein dicht über ihrem Kopf wölbte, als sie ihren Meister einholte. Er stand mit einer Fackel in der Hand an einem kleinen, schmalen Durchgang, der geradewegs in das dunkle Herz der Brücke führte. Sie zögerte. Wenn sie sich dort hinein begab, war sie diesem unbekanntem Menschen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Doch die Angst wurde von einer Welle wohligen Schauderns der Vorfreude hinweg gespült. Die Lady zwängte sich durch den engen Durchgang und fand sich auf einem breiten, unterirdischen Weg wieder.

Das Licht der nachfolgenden Fackel tauchte alles in rötlichbraunes Licht und enthüllte Sandsteinquader, die in gehauenen Stein übergingen. Sie zuckte zusammen, als der Zugang mit einem malenden Geräusch verschlossen wurde. Sie war jetzt allein mit diesem geheimnisvollen Fremden! Er führte sie stumm durch zahllose Höhlen und Zugänge, oft so groß, dass das flackernde Licht nicht einmal auf eine Wand traf. Sand knirschte unablässig unter ihren Sohlen. Schließlich, nach endlos erscheinender Wanderschaft, erreichten sie eine Art Kaverne, deren Decke sich flach und schmucklos über ihnen wölbte.

Der einzige Gegenstand in diesem Raum war ein flacher Quader auf dem Boden, bedeckt mit einer staubigen Pferdedecke. Von der oben hing eine Kette darauf herab und verstärkte den Eindruck eines Opferaltars noch. "Entkleidet Euch und kniet auf dem Stein!" wies Zoltan sie an. Stockend nur leistete sie ihm Folge und streifte ihr Kleid ab. Es hatte keinen Sinn sich ihm hier zu widersetzen. Ohne ihn war sie verloren. Schließlich kniete sie wie befohlen nackt auf der Decke unter der Kette.

Der Meister näherte sich und zwang ihre Handgelenke in die Eisenfesseln über ihr. Sie hielten sie unbarmherzig umschlossen, ohne den geringsten Spielraum. Dann legte der Unbekannte ihr eine Augenbinde an. Die Kette rasselte, bis sie gestreckt auf dem Block kniete und ihre Pobacken gerade noch ihre Fersen berührten. So saß sie eine unermesslich lange Zeit in einem Dunkel, in dem sich der Fackelschein nur mehr erahnen ließ. Erst jetzt bemerkte sie den trockenen, warmen Wind, der ihre nackten Brüste berührte und ihr offenes Haar in Bewegung brachte. Langsam entspannte sie sich und der Schweiß auf ihrer Haut brachte eine seltsame aber angenehme Kühle.

Kurze Zeit später wurde sie erst den sanften Berührungen gewahr, die einem Spinnennetz gleich ihre Brüste umspielten. Langsam wurden sie fester, fordernder. Sie reagierten auf ihren schneller werdenden Atem, auf ihr Seufzen und ihre wohligen Bewegungen. Immer stärker wurden die Griffe, streichelten zuerst, wurden dann allmählich zum massieren und endeten schließlich im wilden, knetenden Höhepunkt, indem die Lady sich nur noch winden und vor Lust schreien konnte. Schließlich war es vorbei und sie hing da, an der Kette und Schweiß perlte von ihren Brüsten, während sie nach Atem trachtete.

Langsam kehrten ihre Sinne und Gedanken von dem Hoch der unvergleichlichen Ekstase zurück, als sie der erste Peitschenschlag am Rücken traf. Heiß prickelnd brannte er sich ihre feste Haut und ließ sofort unkontrollierbare Gier nach mehr entstehen. Langsam wachte sie auf. Lady Katrin kuschelte sich tiefer in das große Seidenkissen mit dem Spitzenrand. Sie hatte im Fieber des Höhepunktes zwischen Feuer und Wasser, Schmerz und Lust das Bewusstsein verloren.

"Hallo, mein Schatz," sagte eine unendlich warme Stimme leise neben ihr. Lord Tek strich ihr sanft über ihr Gesicht. "Du hast sehr intensiv geträumt. Ich hoffe der Traum war schön." Sie schenkte ihn im Dunkeln ein müdes Zwinkern und sank in die Kissen zurück. Nur ein Traum... was für ein Traum... Mit diesen Gedanken döste sie wieder sanft ein. Noch eine Weile beobachtete Lord Tek sie mit liebevollem Blick. Er lächelte und spielte dabei mit einer kleinen Silberkette, an der ein Pentagrammanhänger hing...

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